Das Adelige Konvikt

Das größte und zugleich jüngste aus den universitären Internaten ist das Adelige Konvikt an der Ecke der Straßen J. Hollého und M. Schneidera Trnavského. Das Gebäude aus den Jahren 1747 bis 1754 im wienerischen Spätbarockstil von einem unbekannten Architekten aus dem Wiener Hofbaubüro hat die Königin Maria Theresia gefördert. Das Konvikt ersetzte ein altes Bürgerhaus, in dem schon 1561 der Erzbischof vergeblich versucht hatte das erste jesuitische Gymnasium zu verankern. Dem Palast mit vier Flügeln und geschlossenem Vorhof dominiert die achtseitige Kapelle des hl. Johannes des Evangelisten mit Barockfresken vom Vavrinec Mussinger (1758). Das Hauptportal vom J.J. Rösler ist das prächtigste Portal in Trnava. Das Konvikt wurde für Studenten aus den adeligen Familien gebaut, wo sie während des Studiums eine bessere Unterkunft gewährleistet hatten. Obwohl man vermuten würde, dass die meisten Mitglieder von so einer Institution wie die Universität ist aus Adel und reichen Schichten bestanden, bildeten die Hörer adeliger Herkunft nur etwa ein Viertel der gesamten Studentenzahl. Außer solcher bunten Mosaik von verschiedenen Vermögens- und Sozialniveaus wurde in der studentischen und pädagogischen Gemeinde das Prinzip der multinationaler Zusammensetzung angewendet. Das rege Studentenleben störte jedoch den ruhigen Tagesverlauf in der Stadt. Es entstanden manchmal ernste, meistens jedoch komische Streite. Unerlaubte Feier, Stören der Nachtruhe, Ungebühr der Betrunkenen, Diebstähle in Weingärten wurden vom Magistrat mit Geldstrafen, Geißeln oder Haft gestraft – beispielsweise drei Studenten gelangten in Kerker wegen Diebstahl von Fastnachtskrapfen. Die betroffenen Mitglieder vom Schulvorstand hingegen, die von den Bürgern auch „Kackedemiker“ genannt wurden, forderten Genugtuung für die Schimpfnahmen. Die Streite zwischen der Stadt und Universität über gerichtliche und sträfliche Kompetenz über die Studenten musste der König selbst lösen, der schließlich einen universitären Richter berief. Im Jahre 1783 zog ins Konvikt so wie in die meisten leeren Universitätsgebäude die Armee ein. Zurzeit sitzt hier das Erzbischofamt der Erzdiözese Trnava. 

Das Adelige Konvikt
 

Kontakt

Das Adelige Konvikt
Jána Hollého 384/10
917 01 Trnava

GPS-Koordinaten:
N 48.37884 / E 17.589143

Telefon: +421 33 5912111
E -Mail: abu@abu.sk
 
 
 

WAS IST LOS IN REGION
April 2020
2MO 2DI 2MI 2DO 2FR 2SA 2SO
  1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30  
Was ist zu sehen und zu tun
Unterkunft nach Mass