Die älteste Besiedlung

Trnava - die Stadt an der Kreuzung der zwei europäischen Handelswege spielte eine signifikante Rolle in der ganzen Geschichte der Slowakei. Genug Wasser, fruchtbarer Boden und günstiges Klima schafften gute Bedingungen für das Leben der Menschen schon in der Urzeit. Das können auch viele archäologische Funde beweisen. Und da bei der Gründung der Siedlungen am wichtigsten das Wasser ist, ist nur logisch, dass die ältesten Siedlungen Trnavas in unmittelbarer Nähe von Bächen Trnávka und Parná entstanden. Die Kreuzung dieser wichtigen europäischen Handelswege nur unterstrich die Bedeutung des Gebietes, in dem das Leben der Einwohner von Trnava mit Freud und Leid zu pulsieren angefangen hat. Obwohl mehrere archäologische Forschungen auch in der Slowakei die Nachweise des Menschen aus der Steinzeit (Altpaläolithikum) bestätigten, wurden diese in Trnava nicht gefunden. In der nahen Umgebung von Trnava (Vlčkovce und Križovany nad Dudváhom) wurden aber Reste verschiedener Werkzeugen entdeckt. Das Gebiet um Trnava ist viel reicher an Funde aus der Jungststeinzeit (Neolithikum). Aus dieser Epoche kann man in diesem Gebiet eine Siedlung westlicher linearbandkeramischen Kultur erwähnen, aus dem Frühneolithikum ist es eine Siedlung stichbandkeramischer Kultur. Nach der Steinzeit folgte die Bronzezeit (von 1 900 bis 700 v. Chr.). In Gebieten Mitteleuropas verbreitete sich in der Altbronzezeit die Aunjetitzer Kultur, deren deutliches Merkmal war, dass sie ihre Verstorbenen begruben. Solche Begräbnisse wurden auch in Trnava entdeckt, und zwar im Stadtviertel Kopánka. An der Wende der Alt- und Mittelbronzezeit entwickelte sich im Donautiefland landwirtschaftliche magyarische Kultur, deren Becken wurden auch im Gebiet von Trnava gefunden. Heutzutage gehören diese Befunde zum Teil der Sammlung des Westslowakischen Museums. In der älteren Eisenzeit wurden auf dem Gebiet von Trnava und seiner Umgebung Burgstätte gebaut. Im lokalen Teil Dlhé pole in Hrnčiarovce wurden Becken der Kalendbergerkultur gefunden und aus dieser Epoche stammen auch Befunde aus archäologischer Lokalität Molpír in Smolenice. Die Umgebung Trnavas ist sogar noch reicher an Fundplätze aus der Jüngeren Eisenzeit. Es waren die Kelten, eins der zahlreichsten europäischen Völker dieser Epoche, die sich hier ihre Siedlungen und Begräbnisse gründeten. Der wichtigste Befund der keltischen Epoche in der Umgebung von Trnava ist ein Silbermünzen-Schatz. Keltischer Schatz, der zur Zeit im Slowakischen Nationalen Museum zu finden ist, umfasst 30 große Silbermünzen (BIATEC) und vier kleinere Silbermünzen. Die Münzen gehören zu dem ältesten Denkmalbestand mit schriftlichen Quellen dieses Gebietes.Vom Anfang unserer Zeitrechnung bis Anfang Römischer Epoche (seit dem 1. bis 4. Jahrhundert) kam in Mitteleuropa zu großen Änderungen, die auch Trnava und seine Umgebung erwischt haben. Obwohl direkt in Trnava keine römischen Befunde entdeckt wurden, die Nachweise der römischen Wirkung in ihrer Umgebung sind alles andere als gering. Einer der Stützpunkte der Römer war im 4. Jahrhundert auch die römische Station in Pác, dem lokalen Teil von Cífer. Aus der Epoche der Völkerwanderung am Ende des 4. Jahrhundert wurde bei einer Zuckerfabrik eine byzantinische Münze in der Form von Medaillon gefunden, die wahrscheinlich aus einem Begräbnis aus dem 5. Jahrhundert stammt.

 
 
 

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