Johannes-der-Täufer-Kirche


Johannes-der-Täufer-Kirche.

Der größte und prachtvollste Tempel Trnavas ist die zweiturmige Johannes-der-Täufer-Kirche, das erste Gebäude in der Slowakei, das in den neuen Stil – Barock, nach dem Vorbild der Jesuitenkirche in Wien aufgebaut wurde. Der Aufbau dieses Monumentaltempels stellt nicht nur Prestige für die Stadt dar, sondern er wurde als Vorbild des neuen Konzepts der Sakralarchitektur in ganzem Land bekannt. Der repräsentative Tempel der Jesuitenuniversität in Trnava, von außen relativ einfach, aber innen in Farben und Gold schwelgend, ließ in den Jahren 1629 – 1637 der Erzbischof Jesuit Peter Pázmaň auf der Stelle der abgerissener gotischen Dominikanerkirche aufbauen. An den primären Bauarbeiten beteiligten sich Handwerker aus Trnava und der Gegend, neben dem städtischen Ziegelwerk lieferte die Ziegel auch die Kommunität der Wiedertäufer (Habanen) aus Dechtice zu. Für die bildnerische Dekoration wurden aber Kunstmeister von hinten der Grenzen beauftragt. Auf der prunkhaften Stuckverzierung arbeiteten mehr als ein halbes Jahrhundert italienische Stuckateure G. B. Rooso, G. Tornini, Pietro Antonio Conti, und die Maler aus Wien – Carl Ritsch, Franz Joseph Graffenstein, deren Monogramme direkt in zwei Fresken eingetragen sind. Die Dominante des Interieurs ist der monumentale Hauptaltar, der für den größten Frühbarockaltar in Mitteleuropa gehalten wird. Doch das bedeutendste Element des Innenbereichs bildet die Geschichte des Lebens von dem Schutzpatron der Kirche, den heiligen Johannes des Täufers, die von seiner Geburt bis auf die Marterhinrichtung in einer Gemäldelinie an dem Hauptaltar und vier ovalen Spiegel in der Mitte des Gewölbes dargestellt ist. Außer dem Kunstreichtum war ein untrennbarer Teil allen feierlichen Gottesdiensten und akademischen Feiern die Musik. Für das zahlreiche Musikensemble wurde eine zweistöckige Musiktribüne errichtet. Eines der Stockwerke war offenbar für die Instrumentalisten bestimmt, der vorwiegend von Studenten und Seminaristen zusammengestellte Chor, zusammen mit den Solisten hatte das zweite Stockwerk zu Verfügung. Die bedeutendste Finanzenquelle für den aufwändigen Bau erteilte der Mäzen und Palatin Nikolaus Esterházy de Galantha und seine Pflicht übernahm später sein Sohn Pavol. Mit der Geschichte der Kirche verbinden sich auf traurige Art und Weise auch die weiteren Palatins Söhne und Brüder Ladislav, Franz, Kaspar und Thomas. Diese wurden nach ihrem Tod in der Schlacht bei Vozokany mit großem Pomp, und unter Mitbeteiligung der Vertreter aus dem ganzen Königreich, in hiesiger Gruft beerdigt. Zurzeit stellt die Kirche den Kathedraltempel der Erzdiözese von Trnava vor.

Johannes-der-Täufer-Kirche
 

Kontakt

Johannes-der-Täufer-Kirche
Univerzitné námestie
917 01 Trnava

GPS-Koordinaten:
N 48.38044 / E 17.588336

Telefon: +421 33 5912111
E -Mail: abu@abu.sk
 
 
 

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